Was geschieht bei der Nuklearmedizin?
Unsere Gammakamera, die Schilddrüsenkamera und die zuständige Mitarbeiterin
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Mit Hilfe der Nuklearmedizin, auch Szintigraphie genannt, lassen sich nahezu alle inneren Organe darstellen.
Untersuchungen der Schilddrüse sind das mittlerweile klassische Anwendungsbeispiel dafür. Ausserdem wird die Szintigraphie auch genutzt, um genauere Angaben über die Beschaffenheit von Gehirn, Nieren, Lunge, Knochen und Gelenken und auch die Durchblutung des Herzmuskels zu gewinnen.
Die Strahlenbelastung eines Patienten bei einer Szintigraphie ist in der Regel nicht grösser als jene, die bei einer entsprechenden Röntgenuntersuchung auftritt, oftmals sogar noch geringer. In diesem Zusammenhang muss zudem bedacht werden, dass mit Hilfe der Szintigraphie in bestimmten Fällen bereits dann krankhafte Veränderungen erkannt werden können, wenn andere Untersuchungsmethoden noch keinerlei Gesundheitsstörungen erkennen lassen.
Der Zeitaufwand für die Untersuchung beträgt für ein Schilddrüsensztintigramm ca. 30 Minuten, bei einer Herzuntersuchung ca. 2 Stunden und für eine Knochen/Skelettszintigraphie 4 Stunden, wobei der Patient nur einen kleinen Teil der Zeit in dem Untersuchungsgerät verbringen muß.
Das Besondere an dieser Untersuchungsmethode ist die Herkunft der Strahlung. Sie wird nicht von aussen in den Körper gesandt, sondern gelangt aus dem Inneren des Körpers nach aussen. Die Quelle dieser Strahlung sind schwach radioaktive Substanzen, sogenannte Radionuklide. Sie werden den Patienten zumeist injiziert, seltener werden sie geschluckt oder eingeatmet. Nebenwirkungen treten nicht auf.
Im Körper sammeln sich die Radionuklide in bestimmten Organen an. Sie verwandeln sich im Laufe relativ kurzer Zeiten in nicht mehr radioaktive Stoffe um und geben in der Zwischenzeit Strahlung ab. Diese dringt aus dem Inneren durch die Haut nach aussen, und wird dort von einer Spezialkamera (Gammakamera) empfangen, vom Computer elektronisch aufbereitet und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht.
